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Thema: Diagnose PK und auf Entscheidungssuche zur Behandlung

  1. #1
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    Diagnose PK und auf Entscheidungssuche zur Behandlung

    Hallo zusammnen

    ich bin leider seit letzter Woche mit der Diagnose PK konfrontiert und lese seitdem viel über Konsequenzen und Behandlungsmethoden. Sehr hilfreich hierbei der `Erste Rat.pdf`. Toll gemacht.

    Dennoch bin ich für mich noch zu keiner Entscheidung gekommen. Entferung der Prostata, Bestrahlung oder aktive Überwachung? Wobei Letzteres eigentlich ab 4+3 nicht mehr gemacht werden soll.

    Meine Untersuchungsergebnisse habe ich in meinem Profil eingegeben. Hoffe Ihr habt darauf Zugriff.

    Mich würde interessieren wie andere, die sich halt auch schon viel mit dem Thema auseinandergesetzt haben, in meinem Fall entscheiden würden und warum.

    Gruß
    Ralf

  2. #2
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    Hmm, in Deiner Situation, insbesondere vergleichsweise "jugendlichem" Alter würde ich mich für die OP entscheiden. Ob DaVinci oder offen hängt nicht zuletzt von der Lage des PCa ab - bei Randnähe wird wohl die offene OP bevorzugt. Falls dieser Eingriff Dich nicht vom PCa heilt, stehen Dir danach noch alle anderen Behandlungsoptionen offen.

  3. #3
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    Lieber Ralf

    Ich antworte mal, wie ich es in der Rubrik "1. Rat" tun würde,
    denn deine Fragestellung erscheint mir eher dementsprechend,
    als eine psychische. Wir tun uns schliesslich alle schwer mit
    Therapieentscheiden.

    Deine Prostata ist mit 55ml für dein Alter recht gross.
    Sie wird also 1.5 bis 2ng/ml beitragen zu deinen PSA-Werten,
    mit langsam steigender Tendenz. Das is nicht beunruhigend
    und heisst Benigne Prostata-Hyperplasie (BPH).

    Nach Abzug dieses harmlosen PSA-Beitrages bleiben
    2008 etwa 0.8ng/ml, und bis jetzt, acht bis neun Jahre später,
    sind es etwa 3.2ng/ml.

    Daraus ergibt sich eine PSA-Verdoppelungszeit (VZ) von etwa zwei Jahren,
    was in 8 Jahren untherapiert zu Werten um 50 führen würde, etc.
    Das ist zu viel, um abzuwarten.
    (Die Unregelmässigkeiten im PSA-Verlauf mögen auf Messfehler
    oder leichte Entzündungen der Prostata zurückgeführt werden)

    Eine Solche VZ passt recht gut zu dem gefundenen GS7.
    Eine RPE könnte da durchaus eine passende Therapie sein,
    eine gut gemachte Bestrahlung auch.

    Was nun?
    Würfeln wäre grad so gut, wie ein 'objektiver' Entscheid.
    Nur solltest Du im Verlaufe des Jahres was tun.


    Carpe diem!
    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  4. #4
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    Raus damit. In dem Alter (bin selbst 52) wird das oft bevorzugt empohlen, weil der Krebs evtl. agressiver sein kann.
    Meine Wahl wäre die Missio-Klinik in Würzburg oder die Martini-Klinik in Hamburg. Wo bist du her?

    55ml Volumen finde ich jetzt nicht soo groß. Meine ist fast 80ml groß und ich bin 52 Jahre alt. Aber wichtiger ist das bei dir schon was gefunden wurde. Deshalb raus damit.

  5. #5
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    55ml Volumen finde ich jetzt nicht soo groß. Meine ist fast 80ml groß ...
    Nein, 55ml ist tatsächlich nicht SOOO gross, sondern eben deutlich
    vergrössert. Es ist bei der Beurteilung des PSA-Verlaufes essentiell,
    zu wissen wie gross die Prostata sei. Nur damit kann abgeschätzt
    werden, welchen Anteil der Krebs am gemessenen PSA habe.
    Berechnung geht auch ohne; Guck dazu die Grafik in [3] und den
    Link "Was ist PSA-Alert".
    Der Autor H.H. Glättli nimmt die Berechnung gerne vor, kostenlos.
    Das ist besser als meine Abschätzungen.

    Hvielemi
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    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  6. #6
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    Hallo Namensvetter,

    ergänzend zu dem, was Du im "Ersten Rat" findest und was hier schon geschrieben wurde, würde ich Dir empfehlen, einmal bei der Beratungshotline des BPS anzurufen. Der Berater dort (alle sind selbst Betroffene und seit Jahren "im Geschäft") wird sich alle erforderliche Zeit nehmen, Deine Fragen zu beantworten und Deine Zweifel – so weit es möglich ist – auszuräumen.

    Ralf

  7. #7
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    Hallo W.Werner
    Zitat Zitat von W. Werner Beitrag anzeigen
    Ob DaVinci oder offen hängt nicht zuletzt von der Lage des PCa ab - bei Randnähe wird wohl die offene OP bevorzugt.
    Wie kommst Du auf diese Behauptung? Wenn überhaupt eine von den beiden, dann würde man wohl daVinci bevorzugen. Mit zehnfacher Vergrößerung sieht der Operateur deutlich mehr von dem kritischen Areal als mit einer Lupenbrille (fünfache Vergrößerung) aus größerer Entfernung.

    Ralf

  8. #8
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    Hallo tomaso,
    Zitat Zitat von tomaso Beitrag anzeigen
    Meine Wahl wäre die Missio-Klinik in Würzburg oder die Martini-Klinik in Hamburg.
    Die Liste der da-Vinci-Kliniken in Deutschland enthält derzeit 69 Kliniken. Da muss man nicht reflexhaft immer auf dieselben ein oder zwei verweisen.

    Ralf

  9. #9
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    Hallo Ralf,
    wow, so eine Ansage von einem Moderator. Ich dachte das ist ein Forum und lebt von Meinungen
    Schliesslich habe ich auch "Meine Wahl wäre ..." geschrieben.
    Wenn dir also meine Meinung zuviel ist, dann lösche bitte meine Mitgliedschaft.

    Gruß,
    Thomas

  10. #10
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    Hallo zusammen

    danke für Eure zum Teil sehr auführlichen Antworten.
    Interesssanterweise seit Ihr alle der Meinung das eine baldige Behandlung erforderlich ist. Abwarten und Beobachten ist wohl in meinem Fall keine Alternative mehr.
    Hab ich mir schon gedacht, aber sich damit abzufinden ist nicht eben einfach.

    Ich werde morgen dem Vorschlag folgen die Beratungshotline anzurufen.

    Am Donnerstag dann Beratungstermin beim Urulogen.

    Und dann muß ich mich irgendwann festlegen.

    Eine Frage zur möglichen Klinik für eine OP nach da Vinci: der Arzt hat Gronau vorgeschlagen, im Internet liest man viel über Martiniklinik. Ralf meint es gibt 69 Kliniken die das können.
    Gibt es denn nicht eine Klinik mit den `besten` Ergebnissen, der geringsten Anzahl von Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Potenzverlust? Ist es sinnig einfach die nächstgelegene aufzusuchen? Bin aus der Nähe von Düsseldorf.

    Danke nochmal und einen schönen Abend.

    Gruß
    Ralf

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