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Thema: Bitte um Rat! Finasterid, Blase

  1. #1
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    Bitte um Rat! Finasterid, Blase

    Hallo zusammen!

    Ich wende mich an euch mit folgendem Problem:

    32 Jahre alt, von 2008-2012 Finasterid gegen Haarausfall genommen und seitdem folgende Symptome: schwacher Harnstrahl, Potenzprobleme, schwacher Orgasmus, geringe Libido und ständiger Harndrang besonders nachts.

    Auf was für ein Problem lässt diese Symptomatik schließen?

    Danke!

    Grüße

  2. #2
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    Hallo,

    es könnte eine gutartige Prostatavergrößerung vorliegen.
    Ich würde einen Urologen aufsuchen.
    Mit einer Ultraschalluntersuchung kann man das Prostatavolumen ermitteln.
    Ein PSA-Bluttest könnte Dir Gewissheit verschaffen. Den muss man als Kassenpatient bezahlen.

    Lothar

  3. #3
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    Vielen Dank! Ich war vor Jahren beim Urologen deswegen. Dieser teilte mir mit dass keine vergrößerte Prostata vorliegt. Ich gehe aber mittlerweile davon aus dass er sich geirrt hat.

  4. #4
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    Hallo,

    Das eine (Finasterid) vor 6 Jahren und Deinen Problemen heute, wird nichts miteinander zu tun haben. Schwerwiegende Nebenwirkungen wie Du sie auch
    in diesem Forum lesen kannst (Finasterid Syndrom), sind äusserst selten und passen eh nicht in Dein jetziges Beschwerdebild.

    Und an einen Prostatakrebs braucht man in Deinem Alter auch noch keinen Gedanken zu verschwenden.

    Am wahrscheinlichsten scheint mir eher, dass Du unter gelegentlichen oder chronischen Prostataentzündungen oder Blasenentzündungen leiden könntest.
    Potenzprobleme, geringere Libido können rein psychisch eine Folge davon sein, da man fühlt, dass da unten etwas nicht stimmt.

    So oder so, schwacher Harnstrahl und ständiger Harndrang gehören ärztlich abgeklärt.

    Tritus

    PS: Noch ein Rat am Rande: Hatte vor 10 Jahren auch mal Proscar (Finasterid) gegen Haarausfall geschluckt. Dann aber gewechselt für ca 4 Jahre
    auf eine äusserliche Behandlung auf Minoxidil Basis. Denke es hat bei mir auch etwas gewirkt, ohne dass es in den Blutkreislauf gelangt.
    Aber dann mit 58 Jahren habe ich auch aufgehört damit. Frauen finden Männer mit Glatze auch sehr interessant :-)

  5. #5
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    Vielen Dank! Unter der Einnahme von Tadalafil scheint die Blasenproblematik zu verschwinden. Tadalafil, so konnte ich durch Recherche herausfinden, ist mittlerweile auch bei einer gutartigen Prostatavergrößerung zugelassen.

    Ich gehe stark davon aus, dass das bei mir der Fall ist.

  6. #6
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    Gibt es noch andere Meinungen zu der Symptomatik?

    Grüße

  7. #7
    SeppS58 Gast
    Ja, bitte Testosteron und PSA bestimmen lassen. Und dann zu einem guten Urologen gehen und mit ihm die Problematik besprechen.
    Wenn die letzte Finasterid Einnahme 2012 war, dann hat das 6 Jahre später keine Auswirkungen mehr.

    Im übrigen halte es für Irrsinn, mit Finasterid in den Hormonhaushalt einzugreifen, nur um ein paar Haare mehr auf dem Kopf zu haben.

    Finasterid ist ein Arzneimittel, das in die 5-alpha Reduktase eingreift und Hormonübergänge verändert. Wer die Nebenwirkunken vermeiden will, der soll es absetzen oder es erst gar nicht nehmen. Nicht umsonst halbiert Finasterid auch den PSA Wert.

    Die aktuellen Symptome müssen beim Urologen abgeklärt werden. Mit Prostatakrebs hat das vorerst nichts zu tun. Aber selbst rum experimentieren ist gefährlich.

  8. #8
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    Auch nach 10 Jahren, können die Auswirkungen von Finasterid nachweisbar sein. Leider.

    Siehe Roter-Hand-Brief zu Finasterid von 2018:

    https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risi...inasterid.html

    Zitat:
    "Patienten sollten sich des Risikos einer sexuellen Dysfunktion (einschließlich erektiler Dysfunktion, Ejakulationsstörung und verminderter Libido) unter der Therapie mit Finasterid bewusst sein. Patienten sollten ebenfalls darüber informiert werden, dass sexuelle Dysfunktionen - basierend auf einzelnen Fallberichten über Patienten - auch nach Absetzen der Therapie länger als 10 Jahre fortbestehen können"

    Franz


  9. #9
    Harald_1933 Gast

  10. #10
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    Ja, Sepp und Franz, ihr habt ja nicht unrecht.

    Dennoch habe ich volles Verständnis dafür, dass Mann versucht seine Haarpracht solange wie möglich zu erhalten, zumal
    die angepriesenen Mittel zumindest früher nicht im Verdacht standen, gravierende Nebenwirkungen zu haben.

    Ich bleibe bei meiner Meinung, ein Finasterid bzw. Post-Finasterid Syndrom wäre das letzte was ich vermuten würde.
    Also, schwacher Harnstrahl, ständiger Harndrang sind nicht auf der Liste des Post-Finasterid Syndrom (PFS).

    Lothar und ich wollte vermeiden, dass dieses PFS eine zu grosse Gewichtung bekommt, weil es diese gar nicht verdient.
    Es gilt erst einmal das viel wahrscheinlichere abzuklären, bzw. auszuschliessen.

    Tritus

    PS: Habe grad auch Haralds Antwort gelesen.
    Diese schlägt ja in die gleiche Kerbe. An meiner Antwort ändert sich dennoch nichts.

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