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Thema: PSA Nadir erreicht ? Bicalutamid Therapie absetzen

  1. #1
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    PSA Nadir erreicht ? Bicalutamid Therapie absetzen

    Hallo,

    Von Feber bis März ist der PSA Wert mit 0,29 unverändert geblieben nachdem er vorher unter Bicalutamid ständig gesenkt werden konnte.

    Ist es ratsam Bicalutamid nun abzusetzen, weiter zu nehmen oder die Therapie um 3 Monatsspritze zu erweitern ?

    Den exakten Verlauf habe ich in meinem Profil dargestellt. Leberwerte sind übrigens alle bestens, nur Brustwarzen sind berührungsempfindlich geworden - stört aber nicht.

    Liebe Grüße,
    Norbert

  2. #2
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    Da Bicalutamid den Testeosteronwert nicht senkt (sondern sogar etwas anhebt) hat hier
    eine intermittierende Therapie keine logische therapeutische Begründung.
    ----------------------------------------------------------
    Meine Kommentare stellen keine verbindliche Auskunft dar,
    sondern spiegeln meine PERSÖNLICHE Meinung und Erfahrung
    wider und können keine direkte Beratung und Behandlung
    vor Ort ersetzen

    Gruss
    fs
    ----------------------------------------------------------

  3. #3
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    0.29ng/ml sind ja nicht gerade berauschend tief.
    Ein Zehntel davon wäre erstrebenswert.
    Da könntest Du durchaus einen Umstieg auf die 'Spritze' erwägen.
    DIe Nebenwirkungen sind dann andere ...

    Konrad

  4. #4
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    In diesem Zusammenhang wäre auch noch die augenblickliche Dosierung von Bicalutamid, nämlich laut Profil 75 mg, zu beachten. Diese Dosis entspricht nicht den Empfehlungen für eine antiandrogene Monotherapie. Eine Dosisanpassung auf empfohlene 150 mg könnte das PSA weiter absenken.

    Roland

  5. #5
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    Tach zusammen,

    keine Panik verbreiten. Der Veteran ist ein alter Mann, da nimmt man keine D-Zug Methoden mehr.

    @Konrad
    PSA 0,29 ist sehr niedrig, nämlich gerade mal knapp über dem Schwellwert eines Rezidivs. Bei so kleinen Werten machen kleinste Schwankungen von der PSA Produktion bis zur Auswertung im Labor große angeblich sichtbare Unterschiede im ermittelten PSA Wert. Daran ändert auch nichts die heute übliche Messwertgrenze bei 0,01.

    Nichts machen und Abwarten bis zu einem PSA Anstieg auf >0,5 gibt dem Veteranen sicher einige Monate Zeit mit guter Lebensqualität. Das ist sicher viel Wert!

    Gruß, Wolfgang

  6. #6
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    Hallo Wolfgang,

    Zitat Hermes_53: keine Panik verbreiten. Der Veteran ist ein alter Mann, da nimmt man keine D-Zug Methoden mehr.
    Wie kommst du darauf, dass hier Panik verbreitet wurde?
    Konrad hat lediglich auf die suboptimale Absenkung des PSA unter AHT hingewiesen.
    Ich habe auf die seitherige Unterschreitung der Dosisempfehlung für eine antiandrogene Monotherapie aufmerksam gemacht.

    Manchmal kommst du schon etwas provokativ rüber - finde das muss nicht sein.

    Deine Ansicht zum Alter ist durchaus diskutabel. Denke mal, viele hier im Forum würden sich mit 74 Jahren noch nicht als "alter Mann" bezeichnen - mit 84 würde ich dir zustimmen.

    Gruß
    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

  7. #7
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    Wolfgang, es geht nicht darum, Panik unter Greisen zu verbreiten,
    sondern darum, die Therapie eines rüstigen 75-Jährigen zu optimieren.
    Der PSA-Nadir ist ein wichtiger Prognosefaktor für die Zeit,
    bis sich eine Kastrationsresistenz auf den PSA-Verlauf auswirkt.

    Norbert möchte nicht nur "einige Monate" von der Hormontherapie
    profitieren, sondern viele Jahre. Sein Urologe ist wohl bewusst
    zurückhaltend mit der Dosierung von Bicalutamid, weil er dem
    Raucher das zusätzliche kardiovaskuläre Risiko nicht zumuten will.

    Zumindest erwägen sollte man eine ADT dürfen, da sie ja auch Teil
    von Norberts Fragestellung ist.

    Konrad
    Meine Beiträge schreibe ich als CRPCa-betroffener Laie.

    [1] Mein PSA-Verlauf graphisch auf myprostate.eu
    [2] Meine PK-Historie auf Myprostate.eu
    [3] PSA-Verlaufsanalyse 2003-2013 nach Glättli (Was ist PSA-Alert?)
    [4] PSMA-PET/CT vom 04.07.2012: Paraaortale Lymphmetastase
    [5] PSMA-PET von 08.2016 vor PSMA-RLT, danach 03.2017, sowie 05.2017

  8. #8
    Harald_1933 Gast
    Zitat Zitat von rolando
    viele hier im Forum würden sich mit 74 Jahren noch nicht als "alter Mann" bezeichnen - mit 84 würde ich dir zustimmen.
    Einspruch, Euer Ehren. Und als Greis fühle ich mich auch noch nicht.

    "Man muß nicht unbedingt der Erste sein, es reicht, wenn man Besseres zu bieten hat"
    (Hasso Plattner, SAP-Mitgründer)

    Gruß Harald

  9. #9
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    Hallo Konrad,

    Mag sein, dass stimmt:
    Der PSA-Nadir ist ein wichtiger Prognosefaktor für die Zeit, bis sich eine Kastrationsresistenz auf den PSA-Verlauf auswirkt.
    Ich habe dazu zwar nichts über diesen Prognosefaktor gelesen, was aber nicht viel bedeutet. Aber man muss den Nadir dazu kennen. Allein 2 gleiche Messwerte innerhalb eines Monats sagen dazu nichts, zumal der Abfall davor auch gering war. Um den Nadir kennen zu lernen, ist weiter auf signifikante PSA Steigerung abzuwarten, ohne an der laufenden Therapie etwas zu ändern.

    Bei alten Männern dürfte neben dem von Dir genannten Prognosefaktor der Beginn des Testosteronentzugs viel wichtiger sein. Je später desdo vorteilhaft. Das gilt auch für den alten Hermes hier, der mit <60 hier wohl Benjamin Blümchen sein könnte.

    Fazit: Therapie so spät wie möglich und nur so früh wie nötig.

  10. #10
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    Hallo Konrad,

    Zitat Konrad: Sein Urologe ist wohl bewusst zurückhaltend mit der Dosierung von Bicalutamid, weil er dem Raucher das zusätzliche kardiovaskuläre Risiko nicht zumuten will.
    Zumindest erwägen sollte man eine ADT dürfen, da sie ja auch Teil von Norberts Fragestellung ist.
    Das hat offensichtlich Norberts Urologe bereits früher getan.
    Soweit ich die älteren Beiträge von Norbert in Erinnerung habe, war die ursprüngliche Idee seines Urologen, eine ADT zu beginnen. Er hat Norbert anfangs - wie üblich - 50 mg Bicalutamid zur Verhinderung eines Flare-Up verordnet. Da Norbert nicht so richtig an die ADT ran wollte und sich das PSA unter Bica 50mg gut nach unten entwickelte, ließ sich der Urologe nach Norberts Aussage zu einer antiandrogenen Monotherapie überreden und verzichtete auf die ADT.
    Norberts Fragestellungen zur AHT und ADT wurde bereits ausgiebig debattiert.
    Siehe dazu die Diskussion ab #72 bis #112: https://forum.prostatakrebs-bps.de/s...3652#post93652

    Die Intension der ADT/AHT war damals, nach festgestelltem Lymphknotenbefall in bestrahlungsschwieriger Lage, eine Schrumpfung der Metastasen zu erzielen, um anschließend nach erneuter PET-CT–Kontrolle im Juni 2017 vielleicht doch eine Bestrahlung zu ermöglichen. So habe ich es zumindest aus Norberts Beiträgen herausgelesen.

    Hinsichtlich einer möglichen Verkleinerung der Lymphknotenmetastasen denke ich nicht, dass es noch großartig Sinn macht, von jetzt bis Juni auf eine ADT umzusteigen – das wird kaum einen Effekt erzielen. Anders sieht es aus, wenn man unabhängig von der Herstellung einer Bestrahlbarkeit, eine systemische Therapie mit längerfristiger Wirksamkeit anstrebt. Dann wäre der Umstieg auf eine ADT eine durchaus sinnvolle Erwägung, um einen möglichst tiefen PSA-Nadir zu erzielen.

    Gruß
    Roland
    Lerne mit Deinen Beschwerden zu leben, versuche gelassen zu bleiben und gehe friedvoll mit Deinen Mitmenschen um - dann hast Du schöne Tage.

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