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Thema: Erfahrungsbericht: Präventive RPE als Risikopatient

  1. #71
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    Nun lasst mal die Kirche im Dorf! Die Erhöhung des PCA Risikos bei familiärer Vorbelastung ist zwar vorhanden, wird aber hier, meiner Meinung nach, etwas übertrieben dargestellt. Laut einer Subgruppenanalyse der ProtecT Studie haben:

    • 13.2% der familiär vorbelasteten Männer ein erhöhten PSA Wert von ≥3ng/ml und 5.4% ein positiven Biopsiebefund
    • 10.5% der nicht familiär vorbelasteten Männer ein erhöhten PSA Wert von ≥3ng/ml und 3.7% ein positiven Biopsiebefund


    Also in etwa eine Risikoverdopplung. Klingt vielleicht dramatisch, aber in absoluten Zahlen (5.4% vs. 3.7%) betrachtet doch wieder nicht ganz so schlimm, oder?
    prepare for the unexpected and expect to be unprepared

  2. #72
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    Schon ein wenig her, aber hier wollte ich nochmal drauf eingehen.

    Also in etwa eine Risikoverdopplung. Klingt vielleicht dramatisch, aber in absoluten Zahlen (5.4% vs. 3.7%) betrachtet doch wieder nicht ganz so schlimm, oder?
    Sagt die Studie auch etwas aus über das eigene Risiko bei:

    - Erhöhter Anzahl (>1) betroffener Männer in der Familie?
    - dabei ein jüngeres Alter mehrerer betroffener Männer?

    Die Rede ist zwar schon von "the greatest risk due to affected relatives in men below 60 years", aber ich kann hier nicht herauslesen, ob das nur für einen Angehörigen gilt, oder hier auch Fälle vorhanden waren, wo die gesamte direkte Linie betroffen ist.
    Ebenfalls nicht unerwähnt lassen sollte man dann fairerweise auch den Satz: "A positive family history led to a higher risk of developing more aggressive cancer (Gleason score ≥ 8)"

    Ich zitiere hier auch Hr. Schostak (2014):

    Wenn ein männliches Familienmitglied (Bruder oder Vater) betroffen ist, verdopplelt sich das Risiko.
    War derjenige unter 60, verdreifacht es sich,
    Waren beide (Bruder UND Vater) betroffen, vervierfacht es sich.
    Wenn drei oder mehr Mitglieder der Familie in drei aufeinander folgenden Generationen oder mehrere unter 55 Jahren in der Familie betroffen sind, ist das Risiko sogar 5-fach erhöht.
    Zusammen mit dem erhöhten Risiko eines aggressiven PCa würde ich daher weiterhin zu einer entsprechend abgestimmten Früherkennung mit frühem Baseline-Wert tendieren.

    Gruß
    Arne

  3. #73
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    Auch von mir noch eine Ergänzung, fällt mir gerade ein Euch darauf hinzuweisen. In den USA gibt es einen relativ einfachen Selbsttest, der wie folgt beworben wird:

    "Erfahren Sie Ihr Risiko für die häufigsten erblichen Krebsarten"

    Klingt ein bisschen wie Humbug, wird aber ziemlich häufig eingesetzt. Leider nicht in Europa verfügbar. Ich würde es gerne mal probieren – rein aus Interesse. Vielleicht wenn ich mal wieder drüben bin…
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  4. #74
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    LowRoad,

    ich glaube als Ergebnis bekommst Du dann eine Prozentzahl und einen Handzettel mit Erklärungen. Dann weißt Du immer noch nicht ob Du das glauben kannst und was Du letztlich daraus für Konsequenzen ziehen sollst. Ich sag mal flappsig: am besten andere Vorfahren aussuchen.

    Georg

  5. #75
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    Georg,
    in wie weit das ein seriöses Verfahren ist, da kann ich kein Urteil abgeben.

    Das man bei allen Biomarker/DNA/GEN Analysen ein Zettel mit Abkürzungen und Werten bekommt ist normal. Ob man daraus irgendwelche Strategien ableiten kann? Ich denke schon - wie beim PSA Test halt. Kein Test hat 100% Spezifität, das wird es nie geben. Wer sich da tiefer informieren will, dem kann ich die ONCOGENE ans Herz legen. Ist aber alles in Neudeutsch und strotzt vor Abkzgn
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  6. #76
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    LowRoad,

    wenn Du Prostatakrebs hast und wissen möchtest ob Du ein erbliches Risiko hast und Deine Söhne entsprechend warnen willst - dann denke ich kann der Test sinnvoll sein.

    Ich überlege nur, was ich machen würde wenn mir der Test ein höheres Risiko bescheinigt. Ich kann doch nur alle drei Monate einen PSA Test machen, vielleicht auch einen PCA3 Test oder alle zwei Jahre eine Biopsie. Letztlich muss ich gut aufpassen. Oder eben vorsichtshalber die Prostata entfernen.

    Georg

  7. #77
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    Ist aber alles in Neudeutsch und strotzt vor Abkzgn
    Falsch, lieber Andy . . . .

    Hier das Richtige Verzeichnis:
    http://www.duden.de/sprachwissen/rec...n/abkuerzungen

    Gruss
    hartmut

  8. #78
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    Kurzes Update:

    1. PSA-Wert 3 Monate nach OP < 0,07 ng/ml (Nachweisgrenze = 0,07 ng/ml). Ich muss sagen, man schwitzt schon ein wenig vorher, was nicht nur an den heute erfreulich hohen Temperaturen liegt...

    So kann es gerne weitergehen, ich hoffe das Beste.

    Viele Grüße
    Arne
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  9. #79
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    Hallo Arne,

    großartig, so soll es bleiben! Und auch wenn dieser Wert (und auch die weitere Entwicklung) erwartbar war: Es ist sicher eine große Erleichterung. Mögest Du das Schreckgespenst für immer los sein.

    Beste Grüße,
    M.

  10. #80
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    Als Nachtrag noch das Ergebnis der zweiten Nachsorge-Messung im September:

    PSA weiterhin < 0,07 ng/ml

    So soll es bleiben, auch wenn die Nervosität vor der Ergebnisbekanntgabe immer wieder groß ist.

    Viele Grüße
    Arne
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