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Thema: neues von der Protonenbestrahlung

  1. #21
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    [QUOTE=Daniel Schmidt;116420]
    Zitat Zitat von flüstermann Beitrag anzeigen
    Es behauptet doch keiner, das die Protonen zu 100% alle heilen!
    Aber als Strahlen-Behandlung ist diese die mit Sicherheit die Schonenste und Wirkungsvollste, wer dies bestreitet leugnet die Physik![Q/quote]
    Physik ist irrelevant. Solange Sie keine statistisch signifikante bessere Toxizität zeigen können, d.h. Patienten mit WENIGER Nebenwirkungen durch Protonenstrahlentherapie bei gleichdosierter Photonenstrahlentherapie, ist alles Spekulation.


    [/COLOR]Der Gleason Score hat keinen Einfluss auf die Strahlenproktitis.



    Die 4000 Patienten waren keine Prostatakarzinompatienten.
    Ich würde meinen, lieber Namensvetter Harald - alias flüstermann, wir sollten es nun dabei belassen, dass die Protonen-Radiatio auch nicht der Weisheit letzter Schluß sind. Daniel Schmidt gilt einmal mehr mein Dank für die
    Richtigstellungen der wirklichen Fakten.

    Harald
    nicht nachlassen

  2. #22
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    Zitat Zitat von Daniel Schmidt Beitrag anzeigen
    Physik ist irrelevant. Solange Sie keine statistisch signifikante bessere Toxizität zeigen können, d.h. Patienten mit WENIGER Nebenwirkungen durch Protonenstrahlentherapie bei gleichdosierter Photonenstrahlentherapie, ist alles Spekulation.
    Dass Physik irrelevant sein soll für die Empfehlungen der evidenzbasierten Medizin ist ein Paradox, auf das man unweigerlich kommt, wenn man sie hauptsächlich durch prospektive Studien begründet, die für einen gewissen Prozentsatz der Patienten eine Verbesserung zeigen, unter größten Schwierigkeiten, inhomogene Patientenkollektive zu normalisieren.
    In Wirklichkeit ist die Physik ein Ausgangspunkt der Entwicklung neuer Therapien und die Begründung ihrer möglichen Effektivität. Selbst wenn dann eine größere Studie scheitert ist immer noch einmal zu prüfen, ob diese richtig angelegt war. Die induktive Begründung hat eine eigene Stärke.
    Im Übrigen würde mir als Patient der Beweis für die gleiche Toxizität reichen, wenn das Verfahren eine Chance hat, besser zu sein, aber das noch nicht bewiesen ist. Der Kostenträger wird das eventuell anders sehen, wenn das neue Verfahren teurer ist, und die mangelnde Evidenz vorschieben; aber mit Begeisterung ein neues Verfahren übernehmen, wenn es billiger ist - wofür dann die Evidenz seltsamerweise ausreicht.

  3. #23
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    "Der Kostenträger" sind wir alle zusammen, nicht nur die Krankenkassen. Letztendlich bezahlen wir alle zusammen die Rechnung durch steigende Beiträge.

    Eine Behandlung, die keinen bewiesenen Vorteil bringt aber mehr kostet, ist eine schlechte Behandlung. Jedes Medikament schafft es unter diesen Voraussetzungen nicht zur Zulassung, wieso sollte es bei der Protonentherapie anders sein?
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

  4. #24
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    Zitat Zitat von Daniel Schmidt
    Eine Behandlung, die keinen bewiesenen Vorteil bringt aber mehr kostet, ist eine schlechte Behandlung. Jedes Medikament schafft es unter diesen Voraussetzungen nicht zur Zulassung, wieso sollte es bei der Protonentherapie anders sein?
    Sehr geschätzter Dr. Daniel Schmidt,

    das sind klare und zutreffende Worte.

    Herzliche Grüße

    Harald
    nicht nachlassen

  5. #25
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    Zitat Zitat von Daniel Schmidt Beitrag anzeigen
    Eine Behandlung, die keinen bewiesenen Vorteil bringt aber mehr kostet, ist eine schlechte Behandlung. Jedes Medikament schafft es unter diesen Voraussetzungen nicht zur Zulassung, wieso sollte es bei der Protonentherapie anders sein?
    "Um eine Zulassung für ein Arzneimittel erhalten zu können, müssen von einem pharmazeutischen Unternehmer Unterlagen eingereicht werden, mit denen die Wirksamkeit, die Unbedenklichkeit und die Qualität des Arzneimittels belegt werden." Siehe dazu auch https://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel...DE952.1_cid344
    Das Zulassungsverfahren wird hier im Detail erläutert: https://www.deutsche-apotheker-zeitu...ittelzulassung
    Der medizinische Nachweis ist völlig von den Kosten getrennt, die spielen überhaupt keine Rolle. Sie sind in manchen Fällen Gegenstand späterer Vereinbarungen zwischen Kostenträgern und Herstellern oder werden staatlich geregelt. Häufig ist der Arzt in der Verantwortung, ein günstigeres Medikament zu verordnen.
    Zunächst ist also zur Zulassung des 1000. Medikamentes gegen Bluthochdruck eine Studie zu erstellen, die belegt, das für eine bestimmte Patientengruppe der Nutzen die Risiken überwiegt. Wenn man dann die Zulassung hat, beginnt die Vermarktung zum maximal möglichen Preis. Ein wichtiger Schritt zum Markt ist die Anerkennung durch den Gemeinsamen Bundesausschuß, bei dem dann das Kosten/Nutzen-Verhältnis wichtig ist.

    Ich würde ein Medikament oder eine Therapie, die die Hürde "Gemeinsamer Bundesausschuß" (bisher) nicht genommen hat, nicht als "schlecht" bezeichnen. Für mich ist eine schlechte Therapie eine, bei der das Nutzen/Risikoverhältnis nicht stimmt, und die würde erst garnicht beim GBA ankommen. Wobei sowohl Nutzen als auch Risiko aus Patientensicht variieren: der eine empfindet Gleason 3+3 als belastend (auch wenn statistisch die Zahlen und demensprechend die Ärzte ihm zu aktiver Überwachung raten) und sieht einen Nutzen in einer sofortigen Therapie, der andere schätzt seine Potenz und sieht hier ein höheres Risiko.

  6. #26
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    Zitat Zitat von Daniel Schmidt
    "Der Kostenträger" sind wir alle zusammen, nicht nur die Krankenkassen. Letztendlich bezahlen wir alle zusammen die Rechnung durch steigende Beiträge."
    Lieber Martin,

    Deine Beiträge haben schon mehr als einmal den Beweis erbracht, dass Du bestens über viele Zusammenhänge informiert bist. Aber um auf den Punkt zu kommen, trifft doch Daniels Einlassung den Nagel auf den Kopf.

    Herzliche Grüße

    Harald
    nicht nachlassen

  7. #27
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    Hallo,mein Name ist Ralf und bin ein stiller Teilhaber unseres Diskussionsforums.
    Der Grund dafür ist die große Anlehnung der Protonentherpie wenn dieser Begriff auch nur fällt.
    Eigentlich habe ich nur Harald mal geschrieben weil der es war ,der mich nach meiner Diagnose 2017
    aufgebaut und mich in meiner Entscheidung für eine Behandlung mit Protonen im WPE im Oktober und November 2018 gestärkt hat. Mal ehrlich, Die Zeit der Unsicherheit ist doch das schlimmste daran.
    Ich habe 21 Sitzungen, also mit Hypofraktionierung durchgeführt.
    Die Kosten bei meiner PKV von 22Tsd Euro wurden nach vielen hin und her zu etwa zwei Dritteln übernommen. Zur Frage der Folgen der Bestrahlung muss ich sagen,daß es bisher zu keinen Problemen geführt hat. Ich habe keine Blasenschwäche , kein nachtröpfeln , keine blutigen Stuhlgänge und keine Schmerzen.Ich bekomme aber eine HAT , die mir jegliche Lust auf Sex nimmt und auch keine Erektion zulässt. Ich habe aber auch bisher kein Viagra und so versucht ,daher warte ich ab
    bis das Zeug aus meinem Körper ist. Das wird so Ende des Jahres sein weil es sich um ein 3 Monats Depot handelt . Bisher kann ich zur Protonentherapie anmerken: teuer aber wirkungsvoll.

  8. #28
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    Erwarte nicht, dass nach dem Ende der ADT die Erektion wieder funktioniert. Im Basiswissen steht als Nebenwirkung der ADT: "Impotenz bzw. Penisatrophie durch reduzierte oder ganz ausbleibende nächtliche Erektionen". Da so lange keine Erektion erfolgte (normal sind mehrere während des Schlafs) sind die Schwellkörper geschrumpft und erholen sich u.U. nicht mehr. Also muss man auch ohne Libido für regelmäßige Erektionen sorgen, sonst wird man impotent.

  9. #29
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    [QUOTE]Also muss man auch ohne Libido für regelmäßige Erektionen sorgen, [/QUOTE]
    Genau!
    Das geht ganz einfach z.B. mit einer Vakuumpumpe, die man sich verordnen lassen kann. Es fühlt sich sogar ganz gut an.
    Besonders geeignet für nicht-nervschonend-operierte.

  10. #30
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