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Thema: AUO-Studie "HELP": HIFU + Eligard bei High Risk Pca

  1. #1
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    AUO-Studie "HELP": HIFU + Eligard bei High Risk Pca

    Liebes Forum,
    hiermit möchte ich auf eine soeben angelaufene Studie der deutschen Krebsgesellschaft unter meiner Leitung hinweisen:


    AUO Nr.: AP 62/10 Prostata Details zur Studie
    Titel: HELP - Hoch Intensiver Fokussierter Ultraschall (HIFU) und Eligard bei Hochrisiko Prostatakrebspatienten
    Studienleiter: Herr Prof. Dr. Martin Schostak - Universitätsklinikum Magdeburg 39120 Magdeburg Leipziger Str. 44 Tel:0391/67 15 036 martin.schostak@med.ovgu.de

    Die Studie richtet sich an Patienten mit Prostatakarzinom "High Risk" ohne Metastasen, für die eine Radikale Prostatektomie und eine Strahlentherapie nicht in Frage kommt oder vom Betroffenen abgelehnt wird.
    Es geht also um Patienten mit Tastbefunden auf beiden Seiten und/oder einem PSA über 20 ng/ml und/oder einer Gleasonklassifikation ab 8.
    Knochenmetastasen müssen durch Szintigramm, Lymphknotenmetastasen durch CT/MRT (weitgehend) ausgeschlossen sein.

    In dieser Situation würde man normalerweise nur mit einer Hormonentzugstherapie behandeln.
    Die Studie untersucht prospektiv randomisiert, ob HIFU als lokale Therapie eine sinnvolle Ergänzung der Hormone ist und eine höhere Tumorfreiheit erzielt.
    Eine Hälfte der Betroffenen erhält die Hormontherapie für 2 Jahre allein, die andere Häfte HIFU kombiniert mit einer Hormontherapie für 2 Jahre.

    Neben der Uni Magdeburg (ab sofort) nehmen als weitere Zentren das Uniklinikum Regensburg, das Klinikum Fürth, ab Januar das Uniklinikum Leipzig und das Klinikum Gronau teil.

    weitere Details unter http://www.auo-online.de/ oder bei uns http://urologie.uni-magdeburg.de/

    herzliche Grüße

    M. Schostak

  2. #2
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    Zitat Zitat von M Schostak Beitrag anzeigen
    Liebes Forum,
    hiermit möchte ich auf eine soeben angelaufene Studie der deutschen Krebsgesellschaft unter meiner Leitung hinweisen:


    AUO Nr.: AP 62/10 Prostata Details zur Studie
    Titel: HELP - Hoch Intensiver Fokussierter Ultraschall (HIFU) und Eligard bei Hochrisiko Prostatakrebspatienten
    Studienleiter: Herr Prof. Dr. Martin Schostak - Universitätsklinikum Magdeburg 39120 Magdeburg Leipziger Str. 44 Tel:0391/67 15 036 martin.schostak@med.ovgu.de

    Die Studie richtet sich an Patienten mit Prostatakarzinom "High Risk" ohne Metastasen, für die eine Radikale Prostatektomie und eine Strahlentherapie nicht in Frage kommt oder vom Betroffenen abgelehnt wird.


    Hatte ich das falsch mitbekommen, dass gerade bei Hochrisiko-Patienten der GnRH-Antagonist Degarelix ( Firmagon ) besser ist als ein LHRH-Agonist?
    Warum dann Eligard?
    Grüsse aus Hamburg,
    Rudolf Stratmann

  3. #3
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    Ist das eine einarmige Studie?
    Der Strahlentherapeut.

    Alle Angaben sind nur Empfehlungen und basieren auf die verfügbaren Informationen. Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche Beratung und Betreuung durch den behandelnden Arzt. Keine Arzthaftung.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Daniel Schmidt Beitrag anzeigen
    Ist das eine einarmige Studie?
    Der Link im Startbeitrag funzt bei mir auch nicht.
    z.B. hier kann man nachlesen:
    Prospektive randomisierte Studie bei Patienten mit Hochrisikoprostatakrebs.
    Die Patienten erhalten per Losverfahren entweder Eligard als alleinige Behandlung
    oder eine Kombination einer HIFU mit Eligard.
    @RudStra
    Ob Eligard oder Firmagon ist eigentlich egal, ausser in der Anfangsphase,
    in der bei Eligard (Leuprorelin) die erhöhte Testosteronbildung mit Casodex
    aufgefangen werden muss, während Firmagon angeblich über Nacht
    wirke. Aber nebenwirkungsreich: Wer läuft gerne mit einer böse juckenden,
    faustgrossen Schwellung am Bauch rum, und das jeden Monat erneut
    für zwei Wochen?

    Carpe diem!
    Konrad

  5. #5
    Reinardo Gast
    Konrad:-

    gerne wäre ich einmal dabei, wenn der (mündige) noch unter Diagnoseschock stehende Patient über die zu erwartenden Nebenwirkungen beider Therapien aufgeklärt wird und dann in die Lostrommel greifen soll. Wie ist denn die Abfolge der Behandlung? Gleich zu Beginn die HIFU? Vorgeschaltet eine TUR-P?

    Reinardo

  6. #6
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    Vom Brunnenvergiften ...

    Reinardo,
    wieso fragst Du mich?
    Und warum hackst Du gleich bei jedem Versuch, in der Krebstherapie
    weiterzukommen wild drauflos, insbesondere wenn der Name Schostak
    damit verbunden ist? Dein Gekläff bringst Du jetzt nicht mehr als
    Direktangriff an, sondern Du wählst, wie gestern, ein neues Thema oder
    diesmal mich als Ziel. Es stinkt mir, dass Du deinen Groll gegen den
    Professor erneut hier im Forum ablässt. Du magst ihn vielleicht nicht,
    aber wir sind froh, dass er wieder hier ist. Deine alten Geschichten
    interessieren hier niemanden.

    Wisch den Geifer ab und geniesse die Sonne Spaniens.

    Konrad

  7. #7
    Reinardo Gast
    Lieber HVielemi:
    Wieder einmal bist Du total unsachlich und beleidigend. Ich habe a.a. Ort ganz klar gesagt, dass ich die HIFU für eine gute Therapie halte und es begrüße, wenn diese promotet wird. Dass ich diese Art von Versuchen bzw. Studien allerdings nicht für richtig halte, weil Patienten im Angstzustand ihre Behandlung einem Los anvertrauen sollen, das wird mir niemand verwehren können, zu sagen, wenn der Anlass da ist. Mit Prof.Schostak hat das gar nichts zu tun, das würde ich bei jedem anderen Initiator derartiger Studien genau so sagen was ich ja auch getan habe bei der PREFERE Studie.

    Meine Meinung ist: Der Therpie vorauszugehen hat nach gründlicher Diagnose eine seriöse Beratung über die Erfolgsaussichten und die Nebenwirkungen einer Therapie. Dann sollte der Patient genügend Zeit haben nachzudenken und sich mit Menschen, denen er vertraut, sich zu beraten. Danach muss seine Entscheidung akzeptiert und nicht versucht werden, ihm ein Los anzudienen. Darüber kannst Du denken wie Du willst. Das ist jedenfalls mein Kredo.

    Reinardo

  8. #8
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    Ja, Reinardo, ich habe bemerkt, dass ich beleidigend formuliert habe.

    Zitat Zitat von Reinardo Beitrag anzeigen
    Meine Meinung ist: Der Therpie vorauszugehen hat nach gründlicher Diagnose eine seriöse Beratung über die Erfolgsaussichten und die Nebenwirkungen einer Therapie. Dann sollte der Patient genügend Zeit haben nachzudenken und sich mit Menschen, denen er vertraut, sich zu beraten. Danach muss seine Entscheidung akzeptiert und nicht versucht werden, ihm ein Los anzudienen.
    Ich habe der Seite zur HELP-Studie nicht entnehmen können, dass die Patienten nicht seriös beraten werden oder dass sie unter Zeitdruck gesetzt werden.
    Da steht dies:
    Zitat Zitat von HELP-Studie
    • Freiwilliges Einverständnis zur Studienteilnahme nach vollständiger Aufklärung über Natur und Zweck der Studie, bestätigt durch Unterschrift auf dem Aufklärungsdokument.
    Mit der Ablehhnung des Loses stellst Du sämtliche randomisierten Studien in Frage.
    Das darfst Du selbstverständlich.


    Zitat Zitat von Reinardo Beitrag anzeigen
    Darüber kannst Du denken wie Du willst.
    Das tue ich.
    Hvielemi

  9. #9
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    Prof. Schostak schrieb:

    Es geht also um Patienten mit Tastbefunden auf beiden Seiten und/oder einem PSA über 20 ng/ml und/oder einer Gleasonklassifikation ab 8.
    Knochenmetastasen müssen durch Szintigramm, Lymphknotenmetastasen durch CT/MRT (weitgehend) ausgeschlossen sein.

    In dieser Situation würde man normalerweise nur mit einer Hormonentzugstherapie behandeln.
    Die Studie untersucht prospektiv randomisiert, ob HIFU als lokale Therapie eine sinnvolle Ergänzung der Hormone ist und eine höhere Tumorfreiheit erzielt.
    Zuerst einmal freut es mich sehr, dass endlich eine Studie die Wirksamkeit der Hifu unter Beweis stellen soll. Ob mit oder ohne begleitende Hormontherapie.
    Damit würden auch die Betroffenen geschützt, welche in einem individuellen Heilversuch/Tumorlastsenkung sich diese Behandlung mit hohem Risiko unterzogen haben. An dem Erfolg habe ich keinen Zweifel, da bei mir nach 5,5 Jahren keine weitere Tumoraktivität der Prostata mehr festzustellen ist. Für die schon bestehende Metastasierung konnte die Hifu nichts.

    Was mich jedoch stört, ist der kleine Schritt nach vorne.
    Warum die Betroffene auschließen, welche metastasiert sind?
    Warum nicht einen großen Schritt.

    Die Wissenschaftlichen Publikationen und Forschungsergebnisse - gerade bei höher entarteten TZ/Gewebe - GL 7b/8 + X - geben doch klar darüber Auskunft, dass nicht nur dann

    • Resistenz sowohl für Chemo und Strahl
    • Hypoxie
    • neuroendokrin
    • intraductal
    • Tumorstammzellen


    vorliegen können, die eine alleinige Hormontherapie schnell Wirkungslos werden lassen, den Tumor überhaupt nicht erreichen, oder nur die niedrig malignen TZ/Gewebe.
    Jede Tumorlastsenkung unter Berücksichtigung der obig benannten Risikofaktoren bedeutet Lebenszeitgewinn.
    Jede Auszeit aus Therapien Lebensqualität.

    Eine Negierung dieser Fakten, indem auch auf weitere Diagnostik bestimmter Marker zur Eruierung auf Sensibilisierung für eine Therapie verzichtet wird, dürfte keine Zukunft haben.
    Es dürfte langsam klar werden, dass diese Zielgruppe Betroffener zunehmend mündiger und kritischer werden.
    Da die bisherigen Leitlinien diese Zielgruppe an den Rand und diese sich abseits gestellt sehen, suchen diese Betroffenen nach Alternativen und versuchen diese in eigener Verantwortung, da die meisten die Chemotherapie ablehnen.

    Herr Prof. Schostak, Sie bewegen offenbar etwas und wecken Hoffnungen derjenigen Betroffenen, die Ärzte suchen, welche weiterführende Therapien, Ergänzungen z. B. auch der Hyperthermie zur OPTIMIERUNG bestehender Standardtherapien synergistisch einsetzen könnten, um NW der Behandlung zu reduzieren und bestehende Therapien zu besseren Ergebnissen zu führen.
    Denken Sie einmal darüber nach.

    Freundliche Grüsse
    Hans-J.

  10. #10
    Reinardo Gast
    Hallo Hans:-

    Die Wirksamkeit der HIFU ist längst erwiesen. Fallgeschichten gibt es galore. Das Gleiche kann man von der Hormontherapie sagen. Mit der HIFU erreicht man eine Tumorlastsenkung, nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ, da , wie Strum in seinem Primer schreibt, in der Prostata die ältesten und gefährlichsten Tumorkomponenten sich finden. Beim Fehlen nachweisbarer Metastasen erhoffen Patienten und Ärzte sich noch eine kurative Chance. Für diesem Fall käme eine kurative Therapie infrage, und die HIFU wäre dann so etwas wie eine Prostatektomie light. Das ist dann aber ein Spiel mit dem Feuer, weil die radikale Prostatektomie dem Chirurgen nach Tast- und Sichtbefund viel größere Möglichkeiten der Intervention bietet als die HIFU.
    So komme ich zu dem Schluss, dass die HELP-Studie nur Ergebnisse bringen kann, die man schon kennt, und als ein kurativer Ansatz ist die Studie untauglich, weil sie nicht mit der richtigen Alternative vergleicht.

    Gruß, Reinardo

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