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Thema: wie kann es weiter gehen

  1. #11
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    Hallo Heinz,
    der Vorschlag von Hans-J. wäre durchaus - als lokale Behandlung - in Erwägung zu ziehen, falls die Knochenmetastase im Azetabulumpfeiler noch besteht. Was aber fraglich ist und erst durch eine neue Bildgebung festgestellt werden kann.
    Mir sind aber noch einige Dinge unklar: Welche Diagnostik erfolgte Mitte 2013 vor der Bestrahlung? War es nur ein Knochenszintigramm oder eine PET-CT?
    Du schreibst: Seit August 2013 nehme ich "wieder" Trenantone und .... Von wann bis wann hast Du vorher schon Trenantone genommen?
    Eine neue PET-CT ist bei Dir schon längst überfällig. Ich habe erhebliche Zweifel, dass dieser hohe PSA-Wert wirklich nur von einer einzigen (bestrahlten!) Knochenmetastase stammt. Normalerweise reagieren Knochenmetastasen gut auf Bestrahlung, vorausgesetzt, die Planung hat gestimmt. Also unbedingt auf eine PET-CT drängen!
    Aber warten wir den nächsten PSA-Wert ab.
    PS. Wieso jetzt Zometa, Du hattest doch bisher XGEVA bekommen?
    Grüße,
    Peter

  2. #12
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    danke peter,
    gleich zu deinen fragen...
    - vor der bestrahlung, mitte 2013 wurde eine skelettszintigraphi gemacht mit der beurteilung: im verlauf weiterhin solitäre, allerdings größenprogrediente, ossäre metastase im linken acetabulumpfeiler. auch im lägerfristigen verlauf keinen hinweis auf auf weitere, neu aufgetretene, ossäre filiae.
    - zur PET-CT bin ich angemeldet
    - der aktuelle psa-wert (vom 4.2.14) liegt bei ca.350, hat sich also innerhalb von 6 wochen verdoppelt.
    - nach der bestrahlung, ab sept.2014 gab es trenatone und bis jan.2014 monatlich xgeva. anfang januar bin ich wieder auf zometa umgestiegen, da xgeva mir nicht bekommen ist.

    aktuell: da der psa-wert weiter rasant angestiegen ist, hat mir mein urologe in der letzten woche zytiga verordnet.
    ferner: mal sehen, was die PET-MRT mir zeigen wird...

    einen schönen rest-sonntag
    heinz

  3. #13
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    Hallo Heinz,
    Du wolltest wohl schreiben, Trenatone ab Sept. 2013...
    Eine ungewöhnliche Sache, dass die ADT nach einer so kurzen Anwendung schon nicht mehr wirkt. Vor allem auch, weil der sehr langsame Anstieg über einen Zeitraum von mehr als 6 Jahren nach der 1. Bestrahlung eher nach einem wenig agressiven PCA aussah.
    Du solltest jetzt neben einer engmaschigen PSA-Kontrolle auch einmal die sekundären Tumormarker CGA, CEA, NSE und den alten PCA-Marker PAP bestimmen lassen. Das kann Rückschlüsse auf mögliche Entartungen der Krebszellen ermöglichen, oder auch das im späteren Verlauf..
    Ich drücke Dir die Daumen für eine gute Reaktion auf Zytiga.
    Viele Grüsse,
    Peter

  4. #14
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    moin peter,
    danke für das daumendrücken. das hilft immer !!!
    ich möchte richtigstellen: trenantone bekam ich schon vor september 2013.
    wenn ich mich richtig erinnere, ab 2010. davor ( 2009 )gab es casodex... somit ist erklärlich, dass trenantone nicht mehr wirkt.
    die PET/MRT hat offenbart, dass die acetabulum-metastase größenprogredient ist und sich weitere metastasen im stammskelett befinden (gottseidank habe ich -noch- keine schmerzen). offenbar zeigte das knochenzszintigramm nicht die "wirklichkeit".
    nun nehme ich zytiga.
    die martiniklinik in HH empfahl mir, im "institut für tumorbiologie" am UKE über (Cell Search) die tumorzellen im blut untersuchen zu lassen. in 4 wochen, nach einahme von zytiga, soll die blutuntersuchung wiederholt werden - ich weiß nicht, ob es viel bringt.

    ferner ist mir noch nicht klar, ob ich neben zytiga mit trenantone und zometa weitermachen soll / muß. gibt es dazu empfehlungen / erfahrungen?

    mit freundlichen grüßen
    heinz

  5. #15
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    Hallo Heinz&Forum,

    nachdem wir Deine palliative Situation in Verbindung mit neueren Behandlungsformen gebracht haben, liegt natürlich die Entscheidung bei Dir, die Metastasen anzugehen.
    Palliativ ist sowohl die Weiterführung der ADT in allen Spielarten - bis zur Kastrationsresistenz - oder eine experimentelle Behandlung um die Metastasenlast zu minimieren.

    Hier hatte ich die FUS/HIFU ins Spiel gebracht. Günter hatte offenbar den palliativen Charakter nicht genügend berücksichtigt gesehen und natürlich auch die fehlende Evidenz.

    Das in diesem Stadium die Evidenz eher ein Überstülpversuch darstellen könnte, müßte dem mündigen Betroffenen bewusst sein.
    Spätestens dann, wenn sein Lebenszeitgewinn - außerhalb des schulmedizinischen Versorgungsangebotes durch z.B. Zytiga oder Trenantone&Co. sich anders und länger darstellen kann, als durch die Weiterführung zur Kastrationsresistenz.

    Meine Einschätzung:
    Jegliches Hinauszögern und auch die Tumorlastsenkung der M. sind derartige Maßnahmen, welche dir die noch möglichen Therapieoptionen hinauszögern helfen.
    Weiterhin würde ich jede alternative Möglichkeit nutzen um ein hohes Maß an LQ und die NW so gering als möglich zu halten.

    Dabei mußt du kein Opfer von selbsternannten Gurus zu werden und jeder dubiosen Therapie hinterherlaufen.
    Die aufgezeigten Wege haben durchaus das nötige Potential und wie nachfolgender Link aufzeigt, laufen die Uhren schon wieder weiter in eine Richtung, die für einige streng leitlinien ausgerichtete Schulmediziner wie Esotherik erscheinen mögen.

    http://www.biermann-medizin.de/fachb...rpermetastasen

    ferner ist mir noch nicht klar, ob ich neben zytiga mit trenantone und zometa weitermachen soll / muß. gibt es dazu empfehlungen / erfahrungen?
    Ja, die Studienlage ist klar und kannst du auch hier im Forum dir ergooglen. Unter Erfahrungsaustausch Abiraterone ebenfalls.
    Ich bin mir sicher, dass du außerhalb signifikantere OS erreichen könntest.

    die martiniklinik in HH empfahl mir, im "institut für tumorbiologie" am UKE über (Cell Search) die tumorzellen im blut untersuchen zu lassen. in 4 wochen, nach einahme von zytiga, soll die blutuntersuchung wiederholt werden - ich weiß nicht, ob es viel bringt.
    Bei bestehender M. hast du ja die Antwort schon vorweggenommen. Marker für die p. Nische und das Adhäsionsverhalten von CTC's wären da schon aufschlussreicher.
    Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

    Würde es nur eine Einzelmetastase sein, wäre auch die PALLIATIVE RT in Erwägung zu ziehen, die aber nur, wenn die M. gut oxygeniert und auf G1 steht.

    Dieses ist der Rat und Stellungnahme eines Betroffenen.

    Eine glückliche Hand
    Hans-J.

  6. #16
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    ...laufen die Uhren schon wieder weiter in eine Richtung, die für einige streng leitlinien ausgerichtete Schulmediziner wie Esotherik erscheinen mögen....
    Hans-J.,
    ja, das wird denen so erscheinen, das glaube ich dir, obwohl auch mir Zweifel kommen, ob dass denn schon praktisch umsetzbar ist - geschweige denn von den dann zu erzielenden Ergebnissen.

    "...Wir schlagen eine kombinierte Behandlung mit TFP [Trifluoperazin] und Thapsigargin-Analoga vor. Diese könnte in Zukunft eine mögliche Therapieoption für viele Patienten sein, deren Tumor ansonsten aufgrund des hohen Sec62-Gehalts nicht mit Thapsigargin therapierbar wäre", erläutert er. Ihre Ergebnisse werden die Homburger Forscher in den nächsten Jahren in weiteren Studien im Labor überprüfen, bevor an eine klinische Erprobung gedacht werden kann..."

  7. #17
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Würde es nur eine Einzelmetastase sein, wäre auch die PALLIATIVE RT in Erwägung zu ziehen, die aber nur, wenn die M. gut oxygeniert und auf G1 steht.
    Die Strahlenempfindlichkeit von Zellen variiert mit ihrer Position im Zellzyklus, dass ist klar. Nach meiner Info aber, zeigen Zellen zum Zeitpunkt der Radatio in der G2/M-Zellzyklusphase die höchste Strahlensensibilität und Zellen in der G0/G1- und frühen S-Phase weniger.

    Gruß Helmut
    An alle PCa-Erstdiagnostizierten und deren Angehörige, sowie andere Interessenten.
    Bitte die 3 unten angeführen Links zur Kenntnis zu nehmen. Basisinfo zum PCa (Prostatakarzinom) OBERWICHICHTIG !


    http://www.prostatakrebs-bps.de/imag...erdam_2014.pdf
    http://www.prostatakrebs-bps.de/medi...frueherkennung
    http://www.prostatakrebse.de/informa...ster%20Rat.pdf

  8. #18
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    Hallo Helmut,

    Die Strahlenempfindlichkeit von Zellen variiert mit ihrer Position im Zellzyklus, dass ist klar. Nach meiner Info aber, zeigen Zellen zum Zeitpunkt der Radatio in der G2/M-Zellzyklusphase die höchste Strahlensensibilität und Zellen in der G0/G1- und frühen S-Phase weniger.
    Um diesen Zyklus möglichst oft zu beschreiten wird ja auch Fraktioniert.

    Die Abhängigkeit der Strahlenwirkung vom zeitlichen Bestrahlungsmuster hängt im Wesentlichen von vier Faktoren ab:

    der Reparaturfähigkeit der bestrahlten Zellen,
    der Reoxygenierung hypoxischer Tumorzellen nach Bestrahlung,

    der Redistribution, d.h. der Neuverteilung der Zellen in den Zellzyklusphasen mit Synchronisation des Zellzyklus. Bei entsprechender Zeitplanung der Fraktionierung können die Zellen gezielt in der sensibelsten Phase "erwischt" werden, und

    der Repopulation durch Wiedereintritt von G0-Zellen in den aktiven Zellzyklus oder durch Einschwemmung, gesunder, nicht geschädigter Zellen aus der unbestrahlten Umgebung.

    Da wir wissen, dass sich in der G0 Phase überwiegend ruhende TZ/Gewebe befinden, ( Nerven, Muskelgewebe u.a. ) die äußerst resistent sich gegen normale Gesamtdosen zeigen, bliebe hier nur noch eine Erhöhung durch GY die nach oben limitiert ist um keine verbrannte Erde zu hinterlassen. ( Oder Sensibilisierung )

    Ein vereinfachter Link zum Verstehen:
    http://flexikon.doccheck.com/de/Zellzyklus

    Es zeigt sich, dass die größte Sensibilität in der M-Phase und der späten G2-Phase besteht. Die größte Strahlenresistenz besteht während der späten S-Phase (SS). Zellen in der frühen S-Phase (FS) sind deutlich weniger resistent. Die genauen Gründe für die unterschiedliche Strahlensensibilität sind nicht geklärt.
    Das deckt sich mit deinen Ausführungen.

    Wichtig ist die Lösung aus der Phase des Arrestes und überhaupt der Eintritt in den Zellzyklus. Und der beginnt bei G1, wobei hier auch noch die Rückführung nach G0 eine mögliche Gefahr darstellt, die den Erfolg der Bestrahlung mindern könnte.

    Folgen einer Bestrahlung für die Zellen sind in verschiedenen Zyklusphasen unterschiedlich:

    - Chromosomenaberrationen sind am wahrscheinlichsten nach Abschluss der DNS-Synthese, also ab Mitte der G2-Phase bis zum Beginn der Mitose,
    - Teilungshemmungen sind vor allem in der G2-Phase zu erwarten, sie bewirken eine gewisse Synchronisierung des Zyklus der Zellen,
    - Zelltod am ehesten in der G2-Phase und der Mitose (mitotischer Tod), bei hohen Strahlendosen können auch Zellen in der G0-Phase vernichtet werden (Interphasentod). Wird eine Zellkultur mit der typischen prozentualen Verteilung von Zellen in den verschiedenen Zyklusphasen bestrahlt, wird vorzugsweise die Anzahl von Zellen in der Mitose- und der G2-Phase vermindert. Es folgt eine Reaktivierung von Zellen in der G0-Phase (der Arbeitsphase).

    Aber ich glaube, dass diese tiefgehenden Zusammenhänge nur wenige B. interessieren und der Zusammenhang und Auswirkung auf die DNA noch viel weniger.
    Das werde ich jedoch noch in einem anderen Thread weiter vertiefen.

    Grüsse
    Hans-J.

  9. #19
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    Zitat Zitat von Hans-J. Beitrag anzeigen
    Aber ich glaube, dass diese tiefgehenden Zusammenhänge nur wenige B. interessieren und der Zusammenhang und Auswirkung auf die DNA noch viel weniger.
    Das werde ich jedoch noch in einem anderen Thread weiter vertiefen.
    Hallo Hans-J.,

    So tief wollte ich nicht darauf eingehen auch auf Grund Deiner letzten Aussage.
    Es ist mir nur aufgefallen in Deinem posting und ich wollte auch nur eine "kurze" Anmerkung dazu gemacht haben um keine Mißverständnisse im Vorfeld aufkommen zu lassen.

    Gruß Helmut
    An alle PCa-Erstdiagnostizierten und deren Angehörige, sowie andere Interessenten.
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    http://www.prostatakrebs-bps.de/imag...erdam_2014.pdf
    http://www.prostatakrebs-bps.de/medi...frueherkennung
    http://www.prostatakrebse.de/informa...ster%20Rat.pdf

  10. #20
    Harald_1933 Gast
    hier mal einige Ergänzungen.

    "Ein Mensch mit Breitbandanschluß hat 1000 Wünsche, ein Mensch ohne Netzverbindung oftmals nur einen"
    (Alexander Dobrindt auf der CEBIT)

    Gruß Harald

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